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Hilfe für die Ärmsten der Armen in Nepal

März 2016. Erst kürzlich hat die Amberger Organisation Africa Luz eine Notfallklinik eröffnen können – dank Unterstützung durch Spender. In vielfältiger Weise engagiert sich die Hilfsorganisation Africa Luz mit dem Augenarzt Professor Dr. med. Dieter Dausch schon seit etlichen Jahren für die Menschen in Nepal. Gerade nach dem schweren Erdbeben im April 2015, unter dessen Folgen die Menschen dort noch immer leiden, ist Hilfe wichtiger denn je.

Bei ihrem Engagement ist die Organisation auf Spenden angewiesen – und diese segensreiche Arbeit unterstützte auch die Firma Frauendorfer in Amberg: Geschäftsführer Markus Frauendorfer überreichte Professor Dieter Dausch, Bärbel Birner und Martina Birner von Africa Luz eine Spende von 5000 Euro. Wie Dausch in seinen Dankesworten erinnerte, habe die Firma auch schon vor etwa einem Jahr Africa Luz mit einer namhaften Spende unterstützt.

Markus Frauendorfer würdigte dabei die Arbeit des Vereins und den persönlichen Einsatz der Mitglieder in Afrika, aber vor allem in Nepal. Da er nicht persönlich vor Ort helfen könne, gehe eben diese Spende an Africa Luz. Frauendorfer zeigte sich überzeugt, dass die Spende durch Professor Dausch und seine tatkräftigen Mitstreiter von Africa Luz dort ankomme, wo sie dringend gebraucht wird: im vom Erdbeben verwüsteten Nepal.

Bärbel Birner, Geschäftsführerin von Africa Luz, berichtete bei diesem Anlass auch über die jüngste Reise nach Nepal. Mit dabei waren noch Isabelle Haustein und Julia Waldhauser. In Nepal unterstütze und finanziere Africa Luz zurzeit einige Projekte. Dazu gehört eine Augenklinik in Kathmandu, die das Erdbeben im April 2015 zum Glück schadlos überstanden hat, wie Birner sagte.

Auch eine „Elefantendung-Papierfabrik“ ist unter den geförderten Maßnahmen, um Hilfe zur Selbsthilfe zu geben. Zwölf Personen, darunter fünf Frauen, würden sich dort ihren Lebensunterhalt verdienen. Birner bedauerte aber, dass der Verkauf zurzeit geschlossen sei, weil die Touristen ausgeblieben sind. Aber das werde sich hoffentlich bald wieder ändern.

Ein ganz wichtiges Projekt bei den Hilfen ist die Notfallklinik in Sauraha – mit Augenklinik. Ein Optiker aus Oberviechtach hat Africa Luz einen Patientenbehandlungsstuhl mit Untersuchungseinheit geschenkt, der nach Sauraha gebracht und dort wieder installiert wurde. Allerdings entwickelte sich dies zu einem schwierigen Unterfangen, wie Birner berichtete.

Die 500 Kilogramm schwere Kiste wurde nach Kathmandu geschickt, doch der Weitertransport war ein Problem, gab es doch keinen Treibstoff für Fahrzeuge, Straßen waren zerstört oder beschädigt. Trotzdem brachten die drei Damen mit Unterstützung von Sher Kintzl, einem nepalesischen Freund und Unterstützer des Vereins, das Wunder fertig, die Kiste nach Sauraha zu bringen – und die Einheit auch zusammenzubauen, da der dafür vorgesehene Medizintechniker aus Deutschland seine Reise wegen der widrigen Umstände und Warnungen des Auswärtigen Amtes abgesagt hatte.

Am 28. Oktober 2015 wurde diese Klinik eröffnet und gleich übernahmen nepalesische Augenärzte die Behandlung, so Birner weiter. Das Team von Prof. Dr. Dieter Dausch, der krankheitsbedingt die Eröffnung leider nicht vor Ort erleben konnte, untersuchte in drei Tagen zusammen mit den nepalesischen Augenärzten, zehn Helfern und drei Schwestern mehr als 500 Patienten. 100 Augen wurden am „Grauen Star“ operiert und damit ein langsames Erblinden sicher verhindert, so Birner. Diese Leistungen waren für alle kostenlos – man unterstütze die Ärmsten der Armen in einem armen, geschundenen Land.

In der Notfallklinik stehen auch Ärzte anderer Fachrichtungen für Patienten zur Verfügung. Säuglinge und Kinder könnten jetzt in der Nähe ihrer Wohnorte behandelt und versorgt werden – eine sehr große Erleichterung für die Eltern, fallen doch jetzt die langen und sehr beschwerlichen Anfahrtswege weg. An diese Notfallklinik angeschlossen ist das Kinderkrankenhaus mit Kinderhaus.

Ein Münchener Verein errichtet auch eine Schule, die im Jahr 2016 eingeweiht werden soll. Hier gibt es zum Beispiel einen Schulungsraum mit acht Computerarbeitsplätzen. Auch dieses Projekt wurde erst durch den Kauf des Grundstückes durch Africa Luz ermöglicht, machte Birner deutlich. Und diese Schule bringe ein weiteres Stück Hilfe zur Selbsthilfe.

Mit diesem spannenden Bericht bedankten sich die Anwesenden bei Markus Frauendorfer für die Spende und gaben der Hoffnung Ausdruck, dass sie noch vieles in Nepal und auch Afrika bewegen können. Auf Nachfrage erklärte Birner, das von den Spenden fast die gesamte Summe – mehr als 99 Prozent – auch als Spenden verwendet werden. Nur ein Bruchteil werde für notwendige Verwaltungsaufgaben ausgegeben. Und auch die Vereinsmitglieder würden selbst viel Geld mit einbringen. Aber, wie Bärbel Birner sagte: Ein leises Namaste (Danke), ein Händedruck für die Helfer – das sei Dank genug.

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